SCHAUSCHAU
oder der Aussenraum im Inneraum im Aussenraum
Studienauftrag Kunst und Bau
UPD Kt. Bern ; Neubauten Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuhaus
Siegerprojekt

Einbau einer begehbaren Camera Obscura unter Einbezug der Jugendlichen

Bodenfüllung: Muschelkalk (Muschelbruch) mit Stampflehmabschluss
Kammerwände: ungebrannte Lehmziegel, Stroh, Lehm-Sägemehlmörtel, naturschwarzer Lehmverputz; Haube: Beton, Aussenputz ; Optik: Chromstahl, Spiegel, Linse; Drehtisch: Aluminium beschichtet

«Was setzt du denn als erstes in einen Garten?» «ich weiss nicht.» «Deinen Fuss.»
aus: R.D.Laing, Gespräche mit meinen Kindern

Der bestehende Einbau im «identitätsstiftenden» Hügel im Zentrum der Anlage, von Kindern auch «Bunker» genannt, wurde in den 70-er Jahren eingerichtet. Er wurde nach der Jung‘schen Theorie der Urbilder als Raum der Wiedergeburt gebaut, ist nur kriechend durch enge Röhren zugänglich und schwach durch einen kleines Rohr von oben beleuchtet. In dieser Form erfüllt er heute keine therapeutische Aufgabe mehr und soll entritualisiert, entmystifiziert und in einen Ort der Betrachtung transformiert weden.
Die für die UPD vorgeschlagene Camera Obscura ist sowohl in der technischen Ausführung wie auch in der Wahl der Materialien ein bescheidenes Modell. Raum und Technik sollen zu Gunsten des Erlebnisses zurücktreten, aber auch durchschaubar sein. Die Kammer soll eine kleine Menschengruppe bequem fassen, aber auch Einzelpersonen zum Verweilen verleiten.
Die Camera Obscura soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Lageplan

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der Hügel im Frühjahr 2008

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Schema Hügel

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Schema des bestehenden Einbaus

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im bestehenden Einbau (mit Blitzlicht)

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Schema Camera Obscura

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Simulation des Bildes vom Aussenraumes projiziert in das Innere der Camera Obscura

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Gesamtumbau aus finanziellen Gründen sistiert