KlHaus FLYER

Im Garten vor dem Kunsthaus Pasquart steht ein kleines Haus: das «KlHaus».

Darin wird drei Jahre lang gesammelt und versammelt, was sich an einem Ort 800 Kilometer nordöstlich abspielt, bzw. all das, was dieser andere Ort an Denk-, Bild- und Tonmaterial generiert.

Dieser Ort befindet sich in einer Gartenlaube eines Schrebergartens in Leipzig. Er wurde 2005 von Haus am Gern in Form eines weissen Raumes in die Gartenlaube der Parzelle 266 des Kleingartenvereins Anger-Crottendorf eingebaut, nach EN ISO 14644 contamination control standard von der auf Reinigung von Reinräumen spezialisierten Firma Pro_Con gereinigt, versiegelt und von Haus am Gern zum GESCHITSFREIEN RAUM erklärt. Es ist der einzige Raum seiner Art auf unserem Planeten.

Skulptur, mixed media

> auf der Wiese des
Kunsthaus Centre d'art Pasquart Biel/Bienne
>1.12.2018–22.2.2022

Webiste GESCHICHTSFREIEN RAUM in Leipzig : LIFETIME EUROPE

Der Medien- und Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. phil. Jasper A. Friedrich baut den GESCHICHTSFREIEN RAUM in Leipzig virtuell und führt ein Gartentagebuch.
News vom 3.7.2019: Geschichtsfreie Gluthitze im Garten 266 und jede Menge Frischobst sieht man hier in 3D/VR 180 Grad.

PRESSE / KOMMENTARE: Swiss Cleanroom Competence 2016-01 / Bieler Tagblatt 3.1.2019 / Kunstbulletin 2019-04 / Christoph Nikolaus / Cleanroom Future Magazin 02/19 / Bieler Tagblatt 17.10.2019 zu SOMETHING ABOUT HONGKONG

ARTISTS : Fork Burke  / SusanneWalther / Hartmut Abenschein / Helmut Dick / STUDIO PREKÄR / Antoine Rubin / MR SCHUETZ / Wojciech Niedzielko / CHEUNG Tsz Hin / Ling Pui Sze /
Daniel Grimm / Sammlung Carola und Günther Ketterer-Ertle /

CREDITS : Kunsthaus / Centre d'art Pasquart  / Berner Fachhochschule Fachbereich Holz / Maltech.ch AG / De Luca SA / F.+H.Engel AG / HG COMMERCIALE / Franconi + Grob AG / videocompany.ch / Hubert Dechant / Batavia Epicerie Moderne /

DIARIUM
 
UPCOMING
"KL HAUS SPEZALBIER" by HAUS AM GERN & PRIVATE GRIMM BRAUEREI
"SAMMLUNG KETTERER-ERTLE RELOADED"
19.10. – 5.12.2019
 "Something from Hong Kong" 
Installation
by

CHEUNG Tsz Hin MORE &  LING Pui Sze MORE
more about the protest in Hongkong

Künstler sind weltweit unterwegs und deshalb auch vernetzt. Die Wege der beiden Kunstschaffenden Cheung Tsz Hin (* 1987) und Ling Pui Sze (1989) aus Hong Kong und der zwei Bieler Künstlerinnen Susanne Walther und Barbara Meyer Cesta kreuzten sich in Island. Aus Anlass einer Europareise werden Cheung Tsz Hin und Ling Pui Sze nun im KlHaus eine Intervention machen – Raum und Zeit lassen sich immer wieder kurzfristig überwinden. Die Kunstkritikerin Alice Henkes wird sich mit den beiden Gästen darüber unterhalten, wie Kunstschaffende in Hong Kong mit dem aktuellen Zeitgeschehen umgehen.

Les artistes voyagent dans le monde entier et sont donc en lien entre eux. Les chemins des deux artistes hongkongais Cheung Tsz Hin (*1987) et Ling Pui Sze (*1989) et des deux artistes biennoises Susanne Walther et Barbara Meyer Cesta se sont croisés en Islande.  À l’occasion d’un séjour en Europe, Cheung Tsz Hin et Ling Pui Sze interviendront au KlHaus – les obstacles de la distance et du temps sont ainsi surmontés l’espace d’un instant. La critique d’art Alice Henkes discutera avec les deux invités de la façon dont les artistes de Hong Kong se positionnent face aux événements actuels.

Artists travel the world and are therefore networked. The paths of the two visual artists Cheung Tsz Hin (* 1987) and Ling Pui Sze (1989) from Hong Kong and the two Biel/Bienne artists Susanne Walther and Barbara Meyer Cesta crossed in Iceland.  On the occasion of a trip to Europe, Cheung Tsz Hin and Ling Pui Sze will now make an intervention in the KlHaus – space and time can always be overcome at short notice.  Art critic Alice Henkes will talk to the two guests about how artists in Hong Kong are dealing with current events.

21.09. – 18.10.2019
SLEEP CYCLE
by
WOJCIECH NIEDZIELKO (PL) MORE

«Sleep Cycle» nennt sich eine App, die - einmal auf dem Smartphone installiert - von der Matratze aus den Schlaf überwacht und analysiert. Die App verspricht, das Beste aus dem Schlaf herauszuholen, damit der Schläfer oder die Schläferin den stressigen Alltag noch besser bewältigt und verkraftet - die Selbstoptimierung und Competition macht nun auch vor dem wohl einzigen Zustand nicht mehr Halt, in dem wir gar nicht mehr «bei uns selber sind», sondern anderswo, im Schlaf nämlich, beim «kleinen Bruder des Todes». Keinerlei Selbstoptimierung betreibt hingegen Wojciech Niedzielko, wenn er die analoge Kamera auf sein Bett richtet, den Verschluss öffnet und sich schlafen legt. Die Kamera zeichnet während der ganzen Nacht auf, was sich vor ihrer Linse abspielt. Das ist nicht viel und ist doch «das halbe Leben», das wir ja bezeichnenderweise schlafend verbringen. Diese schlafenden Selbstportraits von Wojciech Niedzielko transportieren eine unendliche Melancholie und Trauer über die «verschlafenen» Möglichkeiten und die Unmöglichkeiten, dieses Leben noch einmal nachzuholen. Auf dem Blog von Wojciech Niedzielko findet sich unter vielen anderen Bildern ein Foto mit dem Titel «Dziadek Stanisław». Es zeigt ebendiesen Grossvater Stanisław aufgebahrt auf dem Totenbett, und ein paar Klicks weiter ein Bild, das den Heustock in der Scheune seines Grossvaters zeigt mit der Legende: «Ich möchte gerne noch einmal eine Nacht im Heu in der Scheune meines Grossvaters verbringen. Trauer». Die polnische Sprache macht übrigens keinen Unterschied zwischen den Wörtern Schlaf und Traum.

Wojciech Niedzielko, polnischer visueller Künstler, *1959 in Ełk, gründete 1999 zusammen mit Igor Krenz die «Grupa Usługi Fotograficzne (Photo Service Group)». Seit 2001 Mitglied der Video- und Performance Gurppe «Azorro». Er lebt und arbeitet in Warschau.

18.08.2019
MARIAGE
de
CYNDIE & RAPHAËL
INSTALLATION végétale des mariés jusqu‘au sèchage final

La vraie vie s‘installe :
Cyndie et Raphaël se marient au KlHaus !

Le décor est constitué d‘une installation végétale des mariés :
Sous le toit de la KlHaus, ils accrochent des plantes à sécher, qui seront disponibles comme souvenirs à la KlHaus à l‘automne.
TOUS ceux qui veulent être là quand une nouvelle histoire commence au KlHaus, sont invités au mariage.

Das echte Leben zieht ein:
Cyndie und Raphaël heiraten im KlHaus!

Das Dekor besteht aus einer « Installation végétale » des Brautpaares: Unter dem Dach des KlHaus hängen sie Pflanzen zum Trocken auf, die im Herbst im KlHaus als Andenken erhältlich sind.
ALLE sind zum Hochzeitsfest eingeladen, die dabei sein wollen, wenn im KlHaus eine neue Geschichte beginnt.

PROGRAMM/E

ab/dès 14:00h Apéro, Buffet*
15:00h Cérémonie***
15:30h Musique***
permanent:Installation végétale****

* LE MENU : • Apéro, Buffet par Batavia Epicerie Moderne
• Leipziger Allerlei & Leipziger Lerchen interprété par maître cuisinier Rolf Bähler
• Gelati fait maison par EYE SCREAM

***CÉRÉMONIE performative interprété par maître de cérémonie Rudolf Steiner

***INSTALLATION végétale des mariésjusqu‘au sèchage final

****DJ set par Dany Digler

01.08.2019 21:30h
MR. SCHUETZ Martin Schütz in CONCERT @ KlHaus
22.07. – 16.08.2019
 
THE FRIENDLY HERMIT
a soundistallation
by
MR. SCHUETZ
Martin Schütz



Was man hier hört:
8 lange Loops, aufgenommen in den letzten paar Monaten, mit (meist) präpariertem akustischem oder elektrischem Cello. Zwischen jedem Loop eine kurze Unterbrechung: ein paar einzelne Töne, ein Robert-Walser-Gedicht aus der Sammlung von frühen Gedichten, “Au Bureau”, 1909 herausgegeben, aufgenommen von mir in der französischen Übersetzung; ein kleiner Gruss Richtung Robert-Walser-Sculpture.
Zu den Loops:
Sounds, Geräusche, Töne übereinander und ineinander geschichtet, alles spontan und live direkt in einen Looper eingespielt. Was wir hören ist das jeweilige Endresultat dieses Schichtungsprozesses. Bei intensivem und langem Hören erschliessen sich immer wieder neue Details in jedem dieser 4-7minütigen Loops. Nach einer Weile kann man einzelne Elemente und deren rhythmisches, texturales und tonales Zusammenspiel erkennen. Mal kann das weite Räume aufmachen, hin und wieder wieder kann es einem klaustrophobisch vorkommen.
Und einige der Loops könnten durchaus inspirieren zu einem intimen Tänzchen in dieser Klause, genannt das “KlHaus”.
Die ganze Tonspur dauert 42min.

Ce que vous entendez ici :
8 longues boucles, enregistrées au cours des derniers mois, avec violoncelle acoustique ou électrique (pour la plupart) préparé. Une courte interruption entre chaque boucle : quelques sons singuliers, un poème de Robert Walser du recueil des premiers poèmes, „Au Bureau“, publié en 1909, que j‘ai enregistré en français; un petit salut à la Robert-Walser-Sculpture.
Àpropos des boucles :
Sons, bruits, sounds, tonalités qui se superposes et s‘entrecroisent, le tout spontanément joué directement dans un looper. Ce que nous entendons est le résultat final de ce processus de la superposition des couches. Avec une écoute intensive et longue, de nouveaux détails se révèlent encore et encore dans chacune de ces boucles de 4 à 7 minutes. Au bout d‘un certain temps, vous pouvez reconnaître les éléments individuels et leurs interactions rythmique, texturale et tonale. Parfois, il peuvent ouvrir de grands espaces, de temps en temps, il peut sembler claustrophobe.
Et certaines des boucles pourraient même inspirer une danse intime dans cet ermitage, appelé la „KlHaus“.
La bande son dure 42min.

martin schütz, le 22 juillet 2019

06.07. – 21.07.2019
Le JOURNAL de l‘écrivain Antoine Rubin.
17.06. – 23.06.2019
Antoine Rubin
AIR @ KlHaus

Le temps d‘une semaine, l‘écrivain Antoine Rubin a pris ses quartiers dans la KlHaus. Apportant le strict minimum, il développe une réflexion autour de la vie dehors avec un toit au-dessus de la tête. Le temps passé sur place se traduit en journal qu‘il augmente au fur et à mesure des jours avant de le restituer à la ville.

10.05. – 16.6.2019
 
“PREKARIA – EINE VIDEO-OPER ˮ
BY
STUDIO PREKÄR
Marie-Louise Lang & Jeroen Singer MORE
supported by videocompany.ch

Mit der Video-Oper PREKARIA untersucht das Künstlerduo Studio Prekär (Marie-Luise Lange & Jeroen Singer) den Zwiespalt, der mit dem Wandel eines gesellschaftlichen Systems einhergeht. Grundlage bilden 30 Interviews, welche die Künstler während drei Jahren mit Zeitzeugen der Deutschen Demokratischen Republik geführt haben. Diese verweben sich mit improvisiertem Operngesang und eine Komposition aus Abkürzungen des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, vorgetragen von einem lokalen Laienchor.

14.04. – 10.05.2019

“ DER GESCHICHTSFREIE RAUM UND DER
APFELBAUM“
Eine botanisch architektonische Fabel
BY
HELMUT DICK TEXT

Im gesunden Hier und Jetzt haben Apfelbäume möglicherweise, und Räume ganz sicher kein Bewusstsein. In einem der unzähligen, nirwanischen Subräume allerdings – die zueinanderkommend zu einer Art Brummton verschmelzen – ist nicht nur jede erdenkliche und noch nicht gedachte Konstellation vorstellbar, sondern geradezu logisch: Bäume und Räume wissen wer sie sind und sprechen ... sogar miteinander.

16.03 – 13.04.2019

“PRECISION AND RECALL“
Suchbewegung in der Ordnung der Dinge
BY
HARTMUT ABENDSCHEIN MORE

PRECISION AND RECALL ist ein Reenactment der Bibliographiearbeit des französischen Philosophen Michel Foucault. Dessen wissensarchäologischer Ansatz in seiner Publikation «Die Ordnung der Dinge» beschäftigt sich mit Wissenstransformationen im Rahmen grösserer Zeiträume. Dabei liest sich das Literaturverzeichnis dieses Werks selbst wie ein epistemisch breit ausdifferenziertes Sammelsurium bekannter, aber auch vergessener historischer Quellen verschiedenster Jahrhunderte.
Die Installation PRECISION AND RECALL dokumentiert Katalog- und Notationsästhetiken dieser vordigitalen wissenschaftlichen Suchmittel aus der Zeit der Entstehung von Foucaults zentralem Werk – mit den Spuren der Navigationsbewegungen durch das von Katalogkarten und Mikroformen repräsentierte Wissen. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

18.02 – 15.03.2019

“A VAGUE SURPRISEˮ
by
FORK BURKE (WORDS) WORDS
&
SUSANNE WALTHER (VOICE)
du / vom 17.02.2019 – 17h
&
“29. 8. 2014 24h, Garten 266, Kleingartenverein Anger-Crottendorf Anlage II, Leipzig“
by HAUS AM GERN

Die Tonaufnahme der Performance wurde mit dem Video gekoppelt und beeinflusste dessen Wiedergabe.
L‘enregistrement sonore de la peformance était couplé à la vidéo et influencait sa lecture.

17.02.2019 17h
“A VAGUE SURPRISEˮ
by
Fork Burke (Words) WORDS
&
Susanne Walther (Voice)
Eröffnung : 1.12.2018

im Bau : 06.10.2018
im Bau : 29.09.2018
Planung : 25.04.2018